„Indien – Chancen für Unternehmer“ am 16.12.2008

 

Am Dienstagabend erfüllte kunstvoll rhythmische Trommelmusik das Hauptgebäude der Hochschule München, so dass man sich nach Indien versetzt fühlte. Das SCE hatte am 16. Dezember seine regelmäßige Veranstaltung „Unternehmer live erleben“ in einen Themenabend zum ökonomisch wie politisch hoch-interessanten Subkontinent Indien verwandelt.

Die Diskussion auf Deutsch und Englisch führte Prof. Sailer (SCE) mit indischen Gästen, die in München und Stuttgart als Unternehmer oder Berater für geplante Unternehmungen in Indien und Deutschland arbeiten. Pankaj Agarwal, Geschäftsführer von Indian Energy, berichtete über den enormen Energiebedarf der indischen Bevölkerung. Für dessen Abdeckung sieht er mit seinem Geschäftskonzept vor allem einen zukunftsträchtigen Weg, nämlich den Einsatz Erneuerbarer Energien anstelle der jetzt hauptsächlich verwendeten Kohle, produziert in deutsch-indischer Technik. Neben ihm konnten Yugank Bhardwaj und Ankit Garg, zwei indische Wirtschaftsberater des India Competence Center von Ernst & Young in Stuttgart, Fragen zu Zugangschancen und -Barrieren von Start-Ups in Indien beantworten.

Ohne eigene „local presence“ eines Unternehmens, so ein Fazit, sind den Deutschen die indischen Märkte nicht zu empfehlen, und da der persönliche Kontakt im Business in Indien um einiges wichtiger ist als in Deutschland, sollte man nicht zu rasch einem momentanen Trend folgen, wenn man sich nicht tiefer für diese fremde Kultur begeistern kann. Dann aber, so Agarwal, könne man aus dem Sonderstatus eines ausländischen Unternehmers oder einer ausländischen Unternehmerin durchaus Vorteile ziehen und werde von manchen indischen Differenzen weniger „belastet“ als ein indischer Entrepreneur. Der Meister der Tabla, Shankar Lal Chatterjee, gab dem Veranstaltungsabend den schon eingangs erwähnten authentischen musikalischen Rahmen.