Szene-Gastronom Michi Kern zu Gast am SCE!

 

„Party, Yoga und Philosophie – eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte“ – so lautete der Titel des Vortrags von Michi Kern, der am 25. Oktober als Referent bei der SCE-Veranstaltungsreihe „Unternehmer live erleben!“ auftrat.

Außergewöhnlich waren Vortrag und Gast allemal - hinzu kamen noch eine ganze Menge Daten und Fakten, die so in dieser Form selten anzutreffen sind: Insgesamt - sage und schreibe - 35 Läden in 12 Jahren hat Michi Kern aufgemacht. 10 davon hat er jetzt noch, die anderen gibt es teilweise nicht mehr: „So ist das eben, aber glauben Sie mir: Niederlagen werden vergessen, deswegen einfach weitermachen und sein eigenes Ding durchziehen“, so Kern.

Um noch kurz bei den Fakten zu bleiben: 52 Unternehmenspartner haben ihn im Laufe der Jahre bei seinen Unternehmungen begleitet. Geblieben sind noch stolze 25, wovon er 16 in die eigene Selbstständigkeit innerhalb der Gastronomie gemanagt hat. Seine eigene Unternehmerbiografie unterteilt Kern in 4 Epochen:

In seinen sogenannten „Arbeitsjahren“ von 1987-1991 arbeitete er in Clubs als Barspüler, Gläserabräumer sowie als Türsteher.

Die darauf folgenden „lässigen Jahre“ von 1991-1996 waren eine Zeit, die Kern selbst als seine „beste Zeit“ bezeichnet, denn sie waren geprägt von „viel Geld und Null Verantwortung - und das ist das Tollste, was Dir passieren kann.“ Gearbeitet hat er in dieser Epoche als Türsteher, Barmann, ebenso wie Disko-Kiosk-Besitzer und Party-Veranstalter.

Dann folgten ab 1996 die legendären „Macher-Jahre“ und Michi Kern gründete mit seinen Partnern die besagten 35 Läden, die in der Gastro-Szene Münchens Rang und Namen hatten und haben: von Reitschule über Nachtkantine, Zerwick, Kytaro, Zoozies bis hin zum legendären Pacha.

2007 folgte die Phase, die Kern schmunzelnd „Beruhigung“ nennt – und Yoga und Philosophie prägen seitdem maßgeblich sein Handeln.

Seine Erfolgsrezepte: gute Partner, einen guten Deal, Zeit und Unabhängigkeit und stets die neueste Technologie. Hört sich simpel an, erfordert aber noch zusätzlich Durchhaltevermögen über den Zeitraum eines viertel Jahrhunderts hinweg, ebenso wie die Kunst, sich selbst treu zu bleiben – gerade in dieser schnelllebigen Zeit und Branche.