Max Wittrock begeistert Studierende, the Story of mymüsli!

Manche Start-Ups pflegen ihre Entstehungsgeschichte. Entbehrungen und Nachtarbeit, eine Garage oder ein Einzimmerbüro zu mehreren, Freunde, die mit ihrer Idee zusammen aufsteigen oder untergehen. Max Wittrock hielt mit einer solchen klassischen und „magischen“ Erfolgsgeschichte von „mymüsli“ in „Unternehmer live erleben“ über 90 Zuhörerinnen und Zuhörer in Atem und brachte sie auch oft zum Lachen.

Wittrocks Bericht nahm die Studierenden in klaren Bildern mit in den abenteuerlichen unternehmerischen Gründeralltag. Der 29-jährige ist Teil des Trios, das 2007 „mymüsli“ startete, heute 15 Personen in Passau und der Schweiz beschäftigt und mittlerweile neben dem Onlinehandel auch drei Läden betreibt, den jüngsten direkt am Viktualienmarkt. Zum Gründen braucht man nicht immer viel Geld. Ein klarer Gedanke, wie man sich von den vorhandenen Marktakteuren absetzt, kann schon reichen und hat bei der coolen mymüsli Idee die Kunden direkt angesprochen. Statt Wagniskapital ein Kundenwachstum Schritt für Schritt. Wittrock erzählte von blitzartigem und von ruhigerem Wachstum, den Stolperstufen und Fehlplanungen beim Aufbau der Produktion, den Umzügen, den vielen Erfindungen und Produktweiterentwicklungen, die „mymüsli“ in den 5 Jahren bereits verwirklicht hat. Als Geschäftsmodell mit Onlineshop kann „mymüsli“ einige unternehmerische Erfahrungen mit Social Media Kommunikation verbuchen. Die überraschende Erkenntnis war aber auch, dass gut platzierte TV-Spots alles weit hinter sich lassen, was Einzelklicks im Netz für das Marketing der Marke bewirken. Social Media Kommunikation braucht viel Zeit und Aufmerksamkeit, so Wittrock, alle User seien „schwerhörig, skeptisch und gut verbunden“, und sie verfügen über eine große Macht.

Auch Lesetipps für Entrepreneure hat Max Wittrock mitgebracht: Von Steven Gary Blank (The 4 steps to the epiphany) über Günther Faltin (Kopf schlägt Kapital) und hinein ins Netz (The Glint; The Start-Up Genom Project) schlug er Verbindungen zu eigenen unternehmerischen Entscheidungen. Am wichtigsten sei immer weiter nach neuen Zielgruppen zu suchen, und dabei opportunistisch im besten Sinne zu sein: Offen für neue Ideen, Werte und Motive, gerade aus Kundensicht. So werden heute bei „mymüsli“ auch jene Menschen gut bedient, die gar keine Lust haben, sich ihr Müsli lange selber zusammenzustellen – obwohl dies einst Ursprungsgedanke war. Mit dem Trend „Mass-Customization“ und dem Gegentrend „Exklusiv“ zu experimentieren anstatt sich festzulegen ist charakteristisch für das junge bayrische Unternehmen, zu dem auch eine Saftsparte (Oh-Saft zum Zuhause-Pressen) und neuerdings ein Edelcaffee (Green Cup Coffe) gehören.

„Unternehmer live erleben“ wird dreimal im Semester veranstaltet, um an der Hochschule München den unternehmerischen Funken überspringen zu lassen. Mit der spannenden Story von mymüsli hat die Zündung vom Unternehmer zum Publikum extrem gut funktioniert, die Fragen wollten gar nicht abbrechen. Alle ungelösten Fragen und Rätsel können per Mail/Twitter oder auf der mymüsli Homepage weiterverfolgt werden, Kommentare und Wünsche natürlich auch direkt auf facebook/SCE Munich
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