Der Bavaria Israel Partnership Accelerator bringt junge Talente aus unterschiedlichen Ländern und Fachrichtungen zusammen, um in internationalen Teams innovative Lösungsansätze für reale Herausforderungen von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen zu entwickeln. Dabei geht es neben unternehmerischem Denken und kreativer Problemlösung vor allem auch darum, unterschiedliche Perspektiven zu verbinden und voneinander zu lernen.
Mit einer Büroklammer durch München: Kreativität und Teamwork von Anfang an
Gleich zu Beginn der Kick-off-Woche wartete eine ungewöhnliche Aufgabe auf die Teilnehmenden: Bei der „Paperclip Challenge“ zogen kleine Teams mit einer Büroklammer durch München und hatten drei Stunden Zeit, diese durch geschicktes Tauschen gegen etwas Wertvolleres einzutauschen. Eine spielerische Herausforderung, die Kreativität, Kommunikation, Eigeninitiative und Teamgeist gleichermaßen forderte.
Auch in den folgenden Tagen stand das gemeinsame Lernen im Mittelpunkt. In interaktiven Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden unter anderem mit Vertrauen und aktivem Zuhören mit Philipp von Törne, interkultureller Zusammenarbeit mit Guy Katz sowie mit Methoden zur Recherche, zum Hinterfragen von Annahmen und zum besseren Verständnis von Nutzerbedürfnissen.
Dr. Verena Knerich unterstützte die Teams dabei, erste Rechercheergebnisse in konkrete Innovationsfragen zu übersetzen. Morten Edzards führte in den SCE-Innovationsprozess ein und vermittelte praktische Ansätze für die bevorstehende virtuelle Zusammenarbeit.
Erst das Problem verstehen, dann Lösungen entwickeln
Ein zentraler Gedanke zog sich durch die gesamte Woche: „Fall in love with the problem, not the solution.“ Denn bevor innovative Lösungen entstehen können, gilt es, die eigentliche Herausforderung und die Bedürfnisse der beteiligten Menschen zu verstehen.
Dafür besuchten die vier internationalen Teams ihre jeweiligen Challenge Partner, lernten deren Organisationen kennen und tauschten sich mit den Menschen hinter den Aufgabenstellungen aus. Ein herzliches Dankeschön an GLISS Gebäude-Service, Omegga, Landratsamt Regensburg und ZeroRunway, die ihre Innovationsherausforderungen in das Programm einbringen und den Teams wertvolle Einblicke in die Praxis ermöglichten.
Zum Abschluss der Woche durchliefen die Teilnehmenden bei einem praxisorientierten „Design Dash“ den Innovationsprozess im Schnelldurchlauf: vom Verstehen einer Problemstellung über die Entwicklung erster Ideen bis hin zum Bau, Testen und Verbessern von Prototypen.
Am Ende der fünf Tage hatten die Teams ihre Herausforderungen bereits genauer eingegrenzt und erste Ansätze erkundet. Im Mittelpunkt stand dabei noch nicht die fertige Lösung, sondern die Frage, was es in den kommenden Wochen weiter zu untersuchen gilt.
Innovation verbindet Menschen und Perspektiven
BIPA ist jedoch weit mehr als ein Innovationsprogramm. Mindestens genauso wichtig sind die Menschen, die dabei zusammenkommen. Während der Kick-off-Woche konnten die Teilnehmenden über kulturelle und fachliche Grenzen hinweg Kontakte knüpfen, Vertrauen aufbauen und als internationale Teams zusammenwachsen.
Nach fünf intensiven Tagen war die Stimmung geprägt von Inspiration, Neugier, Dankbarkeit, Vorfreude auf die gemeinsame Arbeit – und auch ein wenig Erschöpfung. Für einige bedeutete die Woche nicht nur, andere Kulturen und Denkweisen kennenzulernen, sondern auch neue Seiten an sich selbst zu entdecken.
Wie geht es weiter? In den kommenden acht Wochen arbeiten die Teams virtuell an ihren Innovationsherausforderungen und entwickeln ihre Ideen weiter. Im Dezember kommen sie zum abschließenden Workshop in Beer Sheva, Israel, erneut zusammen, um ihre Ergebnisse zu präsentieren.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden, Referent:innen, Challenge Partnern und dem SCE-Team, die diese besondere Auftaktwoche möglich gemacht haben!
Über den Bavaria Israel Partnership Accelerator
Der Bavaria Israel Partnership Accelerator (BIPA) wird vom Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) der Hochschule München in Zusammenarbeit mit Tech7 in Israel und der OTH Regensburg organisiert. An der aktuellen Ausgabe nehmen auch Studierende der University of Georgia (USA) teil.
Das Programm wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert.
