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Nachbericht: Unternehmer:innen live mit Christoph Schramm (Gustavo Gusto)

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Was für ein Abend! Am vergangenen Donnerstag (27.11.) durften wir an der Hochschule München einen vollen Saal, viel Energie und noch mehr Inspiration erleben: Unternehmer und Visionär Christoph Schramm, Gründer von Gustavo Gusto, gewährte in einem offenen, interaktiv gestalteten Talk einen tiefen Einblick in seine unternehmerische Reise – von den allerersten Pizzabäcker-Tagen bis hin zum Aufbau einer der bekanntesten Tiefkühlpizzamarken Deutschlands.
Mit einem vollen Saal und einer offenen, motivierenden Atmosphäre war schnell spürbar, wie viel Energie und Neugier die Community an diesem Abend mitgebracht hat. Wir freuen uns riesig, dass so viele von euch gekommen sind, mitgedacht, Fragen gestellt und Christophs Einladung zur Interaktion sofort angenommen haben. Danke für euren großartigen Spirit – und natürlich ein großes Dankeschön an Christoph, der mit ehrlichen Worten, Humor und spannenden Einblicken durch seine Geschichte führte.

Ein Abend voller Insights – von der Pizzeria zum Branchenführer

Christoph nahm das Publikum mit auf eine Reise durch die wichtigsten Etappen seiner Gründung: Vom ersten kleinen Gastronomiebetrieb, über drei Pizzerien, hin zur Frage, die alles verändert hat: „Warum gibt es eigentlich keine Tiefkühlpizza, die aussieht wie eine echte Pizzeria-Pizza?“
Diese Frage führte zu mutigen Experimenten, zu einem Anruf bei REWE – und schließlich zu einer Entwicklung, die niemand hätte vorhersehen können: Gustavo Gusto wurde bei REWE zur erfolgreichsten Produkteinführung der letzten zehn Jahre – über alle Warengruppen hinweg.
Christoph sprach offen über harte Anfangszeiten, über lange Tage, Fehlschläge, Wendepunkte und die Bedeutung von Entscheidungen, die man erst rückblickend versteht. Ein besonderer Fokus seines Talks: Mindset, Verantwortung und Innovation.
 

Die 3 wichtigsten Takeaways des Abends

1) Einfach machen. Scheitern gehört dazu – und macht resilient.

Christoph hatte keinerlei Gastronomie-Hintergrund, als er startete. Was ihn getragen hat? Leidenschaft, Mut und die Bereitschaft, ins Ungewisse zu gehen.

„Move your ass – your mind will follow. Habt keine Angst, einfach anzufangen. Einfach machen. Man kann nur scheitern — und wer wirklich erfolgreich sein will, kommt am Scheitern nicht vorbei.“

Entscheidend ist, wie man scheitert: reflektiert. Denn wer versteht, dass ein Rückschlag oft die wertvollste Lernquelle ist, kann enorm viel daraus ziehen. Diese Reflexion macht nicht nur besser, sondern auch deutlich resilienter. 
Seine Botschaft an Gründer:innen: Nicht auf den perfekten Moment warten. Er existiert nicht. Starten, ausprobieren, anpassen. Scheitern ist kein Rückschlag – sondern ein Beschleuniger fürs Lernen und unternehmerischer Reife.
Und noch ein Tipp: Wenn ihr was kalkuliert, plant immer 20–50 % mehr Zeit und Budget ein. Es dauert grundsätzlich länger und wird teurer als gedacht.
 

2) Responsible Entrepreneurship: Erfolg braucht Überzeugung – und Wirkung braucht Erfolg.

Ein großes Thema des Abends – und eines, das auch dem SCE sehr am Herzen liegt. Christoph machte deutlich, dass nachhaltiges, verantwortungsvolles Unternehmertum aus Überzeugung entstehen muss, nicht aus Marketinggründen.

„Wenn ich etwas verändern will, muss ich einen anderen Weg gehen – aber ich muss erfolgreich sein. Ohne wirtschaftlichen Erfolg gibt es keine Nachhaltigkeit.“

Er zeigte auch: Erst als Gustavo Gusto mit seinem Ansatz erfolgreich war, begann der Markt nachzuziehen. Wirkung entsteht dort, wo Innovation und wirtschaftliche Stärke zusammenkommen – nicht durch Verzicht, sondern durch bessere Lösungen.
 

3) Vision schlägt Managerdenken – und Wachstum braucht neue Strukturen.

Wachstum bringt Chancen, aber auch harte Entscheidungen. Christoph machte deutlich, dass kein schnell wachsendes Unternehmen darum herumkommt, sich im Verlauf von unterschiedlichen Phasen immer wieder neu aufzustellen. 

Man sagt: „Jede Unternehmensphase braucht ihre eigenen Leute“ – weil sich mit dem Wachstum auch die Anforderungen verändern und andere Kompetenzen gefragt sind, um die nächste Stufe erfolgreich zu meistern. 

Genau das macht Change-Prozesse so herausfordernd: Menschen, die ein Unternehmen stark gemacht haben, passen irgendwann nicht mehr optimal in die neuen Strukturen.

Zugleich zeigte Christoph, warum ein visionäres Mindset in solchen Momenten entscheidend ist. Vision schlägt Managerdenken – aber Visionen müssen übersetzt werden können. Auch er stellte sich die Frage, ob er noch der Richtige an der Spitze sei. Sein Fazit: Er ist der Unternehmer und Visionär, doch er braucht ein Management, das seine Ideen strukturiert, transportiert und im Alltag verankert. Denn langfristiger Erfolg entsteht dort, wo Vision, Organisation und die richtigen Menschen an den richtigen Stellen zusammenkommen.

 

Für alle, die Lust auf Gründer:innen-Themen, Community, Inspiration und Vernetzung haben: Das SCE veranstaltet regelmäßig kostenlose Events wie z.B. das SCE InnovationsCafé! Zur Event-Übersicht
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