Muskelaktivität sichtbar und steuerbar machen
Noxon entwickelt ein nicht-invasives Muscle-Computer-Interface, das Muskelaktivität kontinuierlich und im Alltag erfassbar macht. In Kleidung integrierte Sensoren messen Muskelsignale direkt und übersetzen sie in verwertbare Daten. Ziel ist es, Muskelarbeit erstmals systematisch außerhalb klinischer Umgebungen zugänglich zu machen – als Grundlage für personalisierte Therapie, Training und Prävention.
Weltweit leben mehr als eine Milliarde Menschen mit Muskelerkrankungen. Gleichzeitig wird Muskelaktivität bislang meist nur punktuell unter klinischen Bedingungen gemessen. Ob bei Parkinson, Skoliose oder in der Rehabilitation nach Unfall oder Schlaganfall – häufig fehlen kontinuierliche Daten aus dem Alltag. Genau hier setzt Noxon an: Therapien sollen datenbasiert individualisiert und über den gesamten Verlauf hinweg angepasst werden können.
Von der Forschung in die klinische Anwendung
Was heute ein erfolgreiches Start-up ist, begann 2021 als Projekt an der Hochschule München. In der frühen Phase erhielt das Team insbesondere Unterstützung durch das Strascheg Center for Entrepreneurship, das Gründerzentrum der HM. Auch Prof. Dr. Ulrich Moosheimer begleitete die praktische Umsetzung eng und ermöglichte es dem Team, selbst während der Corona-Zeit die Drucklabore der HM zu nutzen.
Das 2022 gegründete Spin-off entstand aus dem Umfeld des Karlsruher Institut für Technologie, der Technische Universität München und der Hochschule München. Das interdisziplinäre Gründerteam vereint Expertise in Neurowissenschaften, Medizintechnik, Hardware- und Softwareentwicklung sowie KI-basierter Signalverarbeitung.
Mit dem frischen Kapital will Noxon die klinische Validierung und regulatorische Zulassung der Plattform vorantreiben sowie standardisierte Therapie-Module entwickeln. Damit wird der Übergang von der Forschung in die breite klinische Anwendung und in den Markt vorbereitet.
Rückenwind aus dem Investorennetzwerk
BayStartUP begleitete Noxon im Fundraising-Prozess von der Pitch-Vorbereitung bis zur gezielten Vernetzung mit passenden Investorinnen und Investoren. Auch von Investorenseite wird das Potenzial der Plattform betont – insbesondere im Hinblick auf personalisierte, ambulante und digitale Therapielösungen im wachsenden Reha- und Neurotechnologie-Markt.
Für uns am Strascheg Center for Entrepreneurship ist es schön zu sehen, wie sich ein Alumni-Startup mit klarer technologischer Vision, wissenschaftlicher Tiefe und unternehmerischer Konsequenz weiterentwickelt. Wir freuen uns mit dem gesamten Team von Noxon über diesen wichtigen Schritt und wünschen viel Erfolg für die kommenden Phasen der klinischen Validierung und des Markteintritts.
